Pressemitteilung zu kontaminierten Teststäbchen in Brandenburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Veranlassung der Bürgerinitiative Oberhavel-Steht-Auf wurden im Frühjahr 2022 Teststäbchen aus Antigen-Schnelltest-Kits auf gesundheitsgefährdende Stoffe untersucht. In einem der untersuchten Teststäbchen wurden die gesundheitsgefährdenden Stoffe Styrol und Ethylbenzol festgestellt. Dieses Teststäbchen wurde im Rahmen der Umsetzung des von der Brandenburger Landesregierung verordneten Testzwangs an einer Schule in Oberhavel an Schüler ausgegeben. Weitere Exemplare dieses Typs wurden auch an anderen Schulen im Landkreis verteilt.

Mit unserem Schreiben vom 20.05.2022 [1] informierten wir die Landesregierung über die Untersuchungsergebnisse. Die Antwort der Landesregierung datiert vom 21.07.2022 [2]. Sie lässt nach unserer Auffassung nicht erkennen, dass die von den Teststäbchen potenziell ausgehende Gesundheitsgefahr von der Landesregierung ernst genommen wird. Dafür verging zwischen unserem Schreiben und der Antwort zu viel Zeit. Außerdem geht sie inhaltlich in einigen Punkten an der Fragestellung vorbei.

Sie zeigt aber auch, dass die Landesregierung die Probleme um Ethylenoxid (EO) und seinem Abbauprodukt 2-Chlorethanol bzw. Ethylenchlorhydrin (ECH) im Zusammenhang mit EO-sterilisierten Teststäbchen kennt. Wie Sie sicher wissen, wurden an den Brandenburger Schulen vor den Sommerferien Antigen-Schnelltest-Kits verteilt, die EO-sterilisiert sind. Sie sollen in der sogenannten "Schutzwoche" bei den rund 300.000 Schülern voraussichtlich 3x zu Anwendung kommen.

Wir fordern Sie auf, sich an der Aufklärung der Bevölkerung über die von den Teststäbchen ausgehende potenzielle Gesundheitsgefahr zu beteiligen. Gern können Sie dazu den offenen Brief unserer Bürgerinitiative [3] sowie die o.a. Schreiben veröffentlichen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Müggenburg | Annett Franck | Dirk Münchgesang
Alexander Damrow | Petra Weißwange | Sandra Rhode



Unser Schriftwechsel mit der Landesregierung:

1. Unser Schreiben an den Ministerpräsidenten vom 20.05.2022

2. Antwortschreiben des MSGIV

3. offener Brief an die Landesregierung